Forschungsförderung der Schweizerischen Alzheimervereinigung

Demenzerkrankungen – darunter vornehmlich die Alzheimer-Krankheit – haben ernsthafte Folgen für die Lebensqualität der betroffenen Individuen, deren Betreuungs- und Pflegepersonen sowie für die öffentliche Gesundheit und die Strukturen unseres Gesundheitssystems.

 

Wir gehen davon aus, dass momentan:

  • rund 107'000 Personen in der Schweiz an einer Demenz erkrankt sind, wobei nur ein Drittel tatsächlich eine Demenzdiagnose hat. Für ein Drittel besteht Verdacht auf Demenz und ein Drittel ist nicht erfasst.
  • 30% der 107'000 Kranken punktuell Hilfe brauchen, 40% täglich und 30% gar rund um die Uhr Pflege benötigen. Von den 60% der erkrankten Personen die zu Hause leben, brauchen 42% punktuelle Hilfe, 48% täglich Hilfe und 10% Hilfe rund um die Uhr.
  • die durchschnittliche Lebensdauer mit einer Demenz 8 bis 10 Jahre dauert, ohne dass der Verlauf der Krankheit gestoppt oder sie gar geheilt werden kann.
  • im Durchschnitt 60% der Kranken zu Hause leben mit der damit verbundenen, enormen finanziellen, sozialen und psychologischen Belastung für die Angehörigen.

Diese Problematiken werden sich künftig zuspitzen und die Prognosen sind beunruhigend: aufgrund demografischer Szenarien vom BFS und unveränderter Prävalenzraten der Demenz nach Altersklassen wird sich die Anzahl der Demenzkranken von 107'000 in 2007 auf 200'000 in 2030 und 300'000 in 2050 erhöhen.  

Um den Folgen der Demenzerkrankungen auch zukünftig wirksam entgegentreten zu können, ist kontinuierlich vielfältige Forschung nötig.